Lage, Lage, Lage

Anforderungsprofil Erwerb/Neubau

Auch beim Erwerb von Seniorenimmobilien oder deren Neubau
haben wir klare Kriterien. Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen,
sind allerdings im Detail natürlich deutlich präziser:

Standort

  • Alle Regionen, in denen gemäß Pflegebedarfsplan die Richtwerte nicht erfüllt sind oder aufgrund der soziodemografischen Bevölkerungsdaten nachweislich Pflegeplätze fehlen.
  • Für zentrumsnahe Einrichtungen wird ein Bedarf von 4,5 bis maximal 5 Prozent der mehr als 65-Jährigen angenommen, sofern auch die weiteren Makro- und Mikrofaktoren gegeben sind.
  • Sollte eine Überversorgung am gesamten Standort vorhanden sein, können wir uns dennoch vorstellen, eine Einrichtung zu etablieren, wenn ein Mikrostandort (Stadtteil) keine Überversorgung aufweist und / oder die umliegenden Einrichtungen nicht repräsentativ sind und damit kein aus unserer Sicht für den Menschen im hohen Alter angemessenes Angebot vorhanden ist.

Makrostandort

  • Einzugsbereich zu einem Ballungszentrum oder in unmittelbarer Nähe zu einem Oberzentrum
  • 20 Minuten Autofahrt maximal zu einem größeren Standort, so dass im Umkreis von 20 Minuten Autofahrt mindestens mehr als 30T Einwohner vorzufinden sind
  • Gute Verkehrsanbindung und im Umkreis von 25 km an eine Autobahn angrenzend
  • Gute Anbindung zu Pflegefachschulen in der Nähe und Gewährleistung, dass ausreichend Fachkräfte an diesem Standort akquiriert werden können

Mikrostandort

  • Ruhige und gleichzeitig zentrale Lage in einem gewachsenen Quartier
  • Gutes Standortimage
  • Ausreichend Parkmöglichkeiten in der Nähe der Einrichtung (für Mitarbeiter/ Angehörige und Besucher: bei 100 Betten etwa 25 Stellplätze
  • Akzeptanz der Einrichtung in der Nachbarschaft
  • Gute Infrastruktur (sämtliche für den Bewohner wichtigen Geschäfte sind im Umkreis von maximal 800 Meter zu erreichen) oder direkte Busverbindung angrenzend an die Einrichtung (Fahrt innerhalb von 5 Minuten)
  • Öffentliche Verkehrsmittel sowie Einzelhandel, medizinische und bewegungstherapeutische Versorgung, Grünanlagen, Park in fußläufiger Entfernung sowie hauseigener Park mit Rundlauf
  • Guter Ausbaustandard der Fußgängerwege
  • Kein Hochwasser oder Hochwasserschutz und hochwasserbeständige Materialien sowie ausreichende Schutzmaßnahmen bei Lärmimmission durch optimale Ausrichtung Gebäude und Schutzvorrichtungen für Bewohner

Größenordnung/Angebotskombination

  • Mindestens 80 und maximal 125 Pflegebetten. Idealgröße ca. 120 Pflegebetten mit rund 50 Quadratmetern Nettogrundfläche (NGF) pro Pflegeplatz
  • Anteil der Pflegebetten sollte bei mindestens 80 Prozent in Einzelzimmern und 10 Prozent in Doppelzimmern liegen – mindestens 30, maximal 45 Plätze pro Wohnpflegebereich
  • Gesamtwohnfläche mindestens 16, besser 18-20 Quadratmeter pro Einzelzimmer und mindestens 26, besser 27-30 Quadratmeter pro Doppelzimmer (jeweils ohne Nasszelle)